WICHTIG
Bitte beachten Sie, dass Einwohner des Vereinigten Königreichs (mit Ausnahme Nordirlands) ab dem 1. Januar 2021 in Deutschland Tax Free einkaufen dürfen. Weitere Informationen

BREXIT, eine „2,6 Mrd. € Chance“ für den europäischen Einzelhandel


 

  • Nach dem Brexit haben britische Touristen in der EU Anspruch auf Tax Free Shopping. Europäische Geschäfte können einen zusätzlichen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro mit Tax Free erwarten.
  • Im Zuge der Abschaffung des Britischen Tax Free Systems, wird von internationalen Kunden erwartet, mindestens 1,5 Milliarden Euro ihres Einkaufsbudgets in alternative Destinationen umzuverteilen.

 

Düsseldorf, 11. Mai 2021

Im aktuellen „Observatory“ hat Global Blue die möglichen Auswirkungen im Zuge der Abschaffung des Tax Free Shopping in Großbritannien auf das Einkaufsverhalten internationaler Touristen untersucht. Der Bericht enthält die Ergebnisse von Umfragen unter britischen und internationalen Reisenden.

Mit der Wiedereröffnung der britischen Grenzen und der neuen Berechtigung, in der EU Tax Free einzukaufen, bietet sich eine neue Chance für europäische Einzelhändler

Mit der nach dem 17. Mai 2021 geplanten Wiedereröffnung der britischen Grenzen sind britische Touristen bestrebt, wieder in Europa zu reisen und Geld auszugeben. 65% von ihnen beabsichtigen, dieses Jahr ins Ausland zu reisen. Wohlhabende Touristen werden am ehesten bald wieder auf Reisen gehen. 35% planen, in den Sommerferien zu reisen, gegenüber dem Durchschnitt mit 25%.

Für den Sommer 2021 werden bevorzugt Ziele von Bedingungen in Bezug auf Covid-19 beeinflusst. Folgende Reiseziele stehen auf den oberen Plätzen im Ranking:

  • Spanien (30%), + 12pt gegenüber 2019
  • Griechenland (11%), + 7pt gegenüber 2019
  • Italien (9%), + 4pt gegenüber 2019
  • Portugal (9%), + 5pt gegenüber 2019
  • Frankreich (6%), -5pt gegenüber 2019

Mit der Veröffentlichung der offiziellen Liste der grünen, bernstein und roten Länder, werden sich Länder wie Portugal, auf der grünen Liste, noch positiver entwickeln. Deutschland und die südlichen Reiseländer Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich verbleiben aktuell auf der gelben Liste.

Seit dem 1. Januar 2021 gelten britische Touristen nicht mehr als EU-Bürger und können daher jetzt mehrwertsteuerfrei in europäischen Geschäften einkaufen. Mit britischen Touristen, die 2019 rund 70 Millionen Reisen nach Europa unternehmen und insgesamt rund 40 Mrd. GBP ausgaben, bietet dieser Markt eine große Chance für europäische Einzelhändler. Von den in Großbritannien ansässigen Personen wird erwartet, dass sie nach der vollständigen Wiederaufnahme der Aktivitäten nach der Pandemie jährlich rund 1,1 Milliarden Euro für den Einkauf in Geschäften in Europa ausgeben.

Derzeit sind nur 45% der Befragten bereits über Tax Free Shopping informiert, während die restlichen 55% über ihre neue Berechtigung in europäischen Geschäften informiert werden müssen. Insgesamt gaben 60% an, dass sie eher in Geschäften am Bestimmungsort einkaufen, wenn sie die Mehrwertsteuer zurückfordern können. Sie geben ihr Geld am ehesten für Kleidung und Accessoires (70%), Wein und Alkohol (45%) sowie Parfüm und Kosmetik (45%) aus.

Einkaufsziele auf dem europäischen Festland werden nach der Abschaffung des Tax Free Shopping-Programms in Großbritannien mehr internationale Kunden anziehen

Eine Umfrage unter 45.000 internationalen Kunden, die Global Blue durchgeführt hat, ergab:

  • nach der Abschaffung des Tax Free Shopping in Großbritannien 90% derjenigen, die in den letzten zwei Jahren in Großbritannien Tax Free eingekauft haben ein alternatives Ziel für ihren nächsten Einkaufsbummel wählen zu wollen
  • eine große Anzahl von ihnen denkt noch immer über einen Besuch in Großbritannien nach. Internationale Kunden besuchen durchschnittlich 2,6 Länder, wenn sie nach Europa kommen. Sie haben daher die Wahl, wo sie Urlaub machen und wo Sie einkaufen möchten.

Insgesamt wird erwartet, dass internationale Kunden mindestens 1,5 Milliarden Euro ihres Einkaufsbudgets für alternative Ziele verwenden: Frankreich wird voraussichtlich den größten Teil dieser Kunden anziehen (40%), gefolgt von Italien (30%), Deutschland (10%) und Spanien (10%).